WARUM WIR BESSER NICHTS ERWARTEN SOLLTEN

Die Sache mit den lieben Erwartungen – und warum wir definitiv glücklicher sind, wenn wir NICHTS erwarten.

Auch wenn wir meinen, dass wir nichts erwarten, sind wir doch eigentlich den ganzen Tag damit beschäftigt etwas zu erwarten. Es sind nicht immer die ganz großen und offensichtlichen Erwartungen, sondern auch die vielen kleinen versteckten Erwartungen im alltäglichen Leben.

Wir erwarten, dass unser Partner morgens gut gelaunt ist, dass die Kaffeemaschine funktioniert, dass unsere Kinder sich anziehen lassen und so geht es den ganzen Tag weiter. Wir erwarten bestimmte Reaktionen von Menschen und fühlen uns im Recht, weil wir es verdient haben. Außerdem erwarten wir, dass sich Menschen so verhalten, wie wir es für richtig halten. Und fallen aus allen Wolken, wenn sie es nicht tun.

Erwartungen führen zu Enttäuschungen

Wenn wir bestimmte Reaktionen oder Handlungen anderer Menschen erwarten, kann das zwangsläufig nur zu einer Enttäuschung führen. Wir Menschen sind zu unterschiedlich und jeder von uns hat ganz eigene Arten von Erwartungen an andere Menschen. Auch wenn uns die Erwartungen berechtigt und ganz offensichtlich erscheinen, heißt es noch lange nicht, dass es das für mein Gegenüber genauso gilt. Erwartungen beruhen immer auf ganz eigenen und persönlichen Erfahrungen. Das Ergebnis ist oft Frustration, Enttäuschung oder Konflikte, die die Beziehung unnötig belasten.

Erwartungen engen uns zu sehr ein

In meinem Fall hatte ich für mein großes Yoga Outdoor Opening das strahlende Wetter „erwartet“. Es war die gesamte Woche davor um die 30 Grad strahlender Sonnenschein und mein Bild von einem „perfekten“ Outdoor Start hat sich still und heimlich als ein festes Bild in meinem Kopf verfestigt.

Dass was ich Tage vor meinem Start vorgefunden habe, war eine miserable Wettervorhersage für diesen einen Tag auf den ich meine gesamte Aufmerksamkeit gelegt hatte. Auch am Tag der Veranstaltung hatte ich zumindest eine „klare“ Wettersituation erwartet. Wenn es regnet, fällt es aus, bei schönem Wetter geht es los. Ich muss dir nicht sagen, dass genau das nicht eingetroffen ist. Das Wetter hat munter stündlich von strahlender Sonnenschein bis hin zu heftigen Niederschlägen alles geboten.

Durch mein Bild von einem Opening bei 30 Grad hatte ich meinen Spielraum komplett eingegrenzt. Es ist klar, dass wir dieses eine Bild haben wollen und sind enttäuscht, wenn es nicht eintrifft.

Erwarte NICHTS. Aber schätze ALLES.

Weg mit den Erwartungen

Um wirklich frei und entspannt zu sein, müssen wir versuchen unsere Erwartungen loszuwerden. Und dass meine ich genauso für die kleinen Erwartungen im Alltag sowie für die großen offensichtlichen. Wer nichts erwartet, kann alles besser annehmen, was in diesem Moment da ist. Weil nichts fixiert ist, weil nichts in den Stein gemeißelt ist. Die Seite ist noch leer und kann neu bemalt werden.

Nachdem mein erster Tag wortwörtlich „ins Wasser fiel“, konnte ich mich für meinen zweiten Tag lockermachen und alles annehmen. Auch dieser Tag war vom Wetter nicht annähernd, dass was ich ursprünglich erwartet hatte aber das war mir nicht mehr wichtig. Ich war freier und konnte andere positive Dinge zulassen und wahrnehmen. Ich konnte ein ganz neues Bild entstehen lassen.

Erwartungen in Wünsche umwandeln

Zugegeben, das ist für den Anfang gar nicht so einfach, aber es lohnt sich immer wieder daran zu üben.

Mach dir bewusst, welche indirekten und unbewussten Erwartungen du an deine Mitmenschen und deinen Alltag stellst.

Vielleicht hilft es dir auch manche Erwartungen in Wünsche umzuformulieren.

  • Es wäre schön, wenn…
  • Ich würde mich freuen, wenn…
  • Ich wünsche mir, dass…

Wünsche sind etwas freier und man ist am Ende nicht so enttäuscht, wie wenn man etwas fest erwartet. Es darf auch anders werden als erwartet. Und wenn der Wunsch nicht eintrifft, bleibt lediglich der Gedanke von Schade, wäre schön gewesen, übrig.

Was sind deine Erfahrungen mit Erwartungen? Hinterlasse mir gerne ein Nachricht 🙂

 

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